Kurz erklärt

Was ist Action Painting?

Action Painting ist Malerei, bei der die Bewegung das Bild macht. Farbe wird geschüttet, getropft, geschleudert und mit den Händen verteilt — statt mit dem Pinsel Strich für Strich aufgetragen. Es gibt kein Motiv, das man treffen müsste. Und deshalb auch nichts, was man falsch machen kann.

Woher es kommt

Eine Leinwand, auf der gehandelt wird.

Der Begriff stammt aus New York in den 1940er-Jahren. Jackson Pollock hörte auf, seine Leinwände an die Staffelei zu stellen — er legte sie auf den Boden, ging um sie herum und ließ Farbe von Stöcken und aus Dosen darauf tropfen. Was entstand, war nicht mehr das Abbild von etwas, sondern die Spur einer Bewegung.

Der Kritiker Harold Rosenberg gab dem 1952 einen Namen. Die Leinwand, schrieb er, sei keine Fläche mehr, auf der man etwas darstellt — sondern eine Arena, in der man handelt. Aus dem Bild wurde ein Ereignis.

Genau das macht die Sache für uns so praktisch: Wer handelt, muss nichts können. Er muss nur anfangen.

Farbe wird mit Schwung auf die Leinwand geschleudert
Kein Motiv Keine Vorlage Kein Talent nötig Nur Bewegung Kein Motiv Keine Vorlage Kein Talent nötig Nur Bewegung
Die Techniken

Sechs Arten, Farbe auf eine Leinwand zu bringen.

Ihr müsst euch nichts davon merken. Wir zeigen alles zu Beginn, und danach mischt sowieso jede:r seinen eigenen Stil zusammen.

Rot und Gelb treffen mit voller Wucht auf die Leinwand

Schütten

Farbe direkt aus der Flasche auf die Leinwand kippen und laufen lassen. Der schnellste Weg zu einer Fläche, die lebt.

Mann trägt mit dem Pinsel kräftiges Blau auf die Leinwand auf

Tropfen

Pollocks Klassiker: Farbe vom Pinsel oder Stock fallen lassen, ohne die Leinwand zu berühren. Es entstehen Linien, die niemand zeichnen könnte.

Frau im Maleranzug arbeitet an einem blau-grünen Bild

Schleudern

Mit Schwung aus dem ganzen Arm. Macht den meisten Dreck, die größten Spuren — und den meisten Spaß.

Mit der behandschuhten Hand wird Grün direkt auf die Leinwand gedrückt

Mit den Händen

Handschuhe an und direkt hinein. Nichts überträgt eine Bewegung so unmittelbar wie die eigene Hand.

Leuchtend rotes Werk entsteht auf der Staffelei

Spachteln & Rakeln

Die Farbe breit über die Leinwand ziehen. Damit verwischt man, was vorher zu ordentlich geraten ist.

Frau gestaltet ein Bild auf der rotierenden Scheibe

Drehscheibe

Die Leinwand rotiert, die Farbe fliegt nach außen. Ergibt Kreise und Strudel, die von selbst entstehen.

Lachende Person hält die vollständig blau bemalte Hand in die Kamera
Warum in der Gruppe

Weil keiner besser ist als der andere.

Bei den meisten kreativen Aktivitäten gibt es nach zehn Minuten zwei Sorten Mensch: die, denen es gelingt, und die, die es aufgeben. Beim Action Painting passiert das nicht. Es gibt keine Vorlage, an der man scheitern kann.

Dazu kommt etwas, das man unterschätzt: Es ist körperlich. Man steht, holt aus, wirft. Und Menschen, die nebeneinander stehen und Farbe werfen, reden anders miteinander als Menschen, die sich gegenübersitzen.

Deshalb funktioniert es für so unterschiedliche Runden — vom Kindergeburtstag über den JGA bis zum Seniorennachmittag. Die Pakete im Überblick.

Aus dem Atelier

So sieht das aus.

Fertiges Spritzbild in Rot, Blau und Orange auf der Staffelei
Reihe von Farbflaschen in Pink, Blau und Gelb im Regal
Bunt bemalte Fußsohle beim Action Painting
Nahaufnahme von Farbspritzern auf einer Leinwand
Pinsel und Spachtel auf einer farbverkrusteten Fläche
Rot-grünes Werk kurz vor der Fertigstellung
Fertiges Action-Painting-Bild in Rot und Blau hängt an einer weißen Wand
Kind macht im Maleranzug einen Handstand vor den fertigen Bildern
Genug Theorie

Probiert's einfach aus.

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